Eine gut organisierte Barista Bar. Eine gute Struktur ermöglicht es erst die Herausforderung dieser Arbeit zu bewältigen.

Von der Herausforderung als Barista zu arbeiten

Hast du schon mal an einer Bar oder generell im Service gearbeitet?

Wenn ja, dann weißt du wahrscheinlich, dass diese Berufe deutlich herausfordernder sind, als sie von außen wirken. Falls nicht, lade ich dich heute zu einem Perspektivenwechsel ein.

Die Arbeit hinter der Bar

Es soll darum gehen mal die Arbeit eines Barista genauer anzuschauen.

Was sind die größten Herausforderungen? 

Wie ist es hinter einer Bar zu stehen?

Was macht einen guten Barista aus?

Was sind die Stellschrauben für gutes Arbeiten an einer Bar?

Beim einstellen einer Mühle. Ein dauerhafte Herausforderung an jeder Barista Bar

Damit möchte ich auch eine Lanze brechen, für all die fleißigen Hände da draußen, die uns jeden Tag mit gutem Kaffee versorgen. Genauso möchte ich aber auch dir, solltest du Barista sein, vielleicht noch mal einen anderen Blickwinkel auf deinen Beruf aufzeigen.

Gleich vornweg, auch wenn du keinen Barista Kurs hattest oder noch ganz neu bist, ich weiß die Arbeit kann wirklich hart sein. Ich habe selbst sehr viele Stunden hinter Bars gestanden und weiß wie anstrengend das ist. 

Zudem, wenn du mir schon eine Weile folgst, dann weißt du, dass ich nie den Anspruch erhebe die einzig gültige Wahrheit kund zu tun. Jeder erlebt die Welt auf seine eigene Weise, und das ist ok so.

Mal ganz davon abgesehen, sind die Branche und diese Tätigkeit sehr facettenreich. 

Weshalb das hier auch „nur“ gesammelte Erkenntnisse aus meinen 12 Jahren hinter Kaffee Bars, sowie der Arbeit mit und Schulung, bzw. Training, von Kollegen sind. Das alles reduziert auf mögliche gemeinsame Nenner.

Die Folge „Ein Großmeister der Barista Ausbildung„, könnte dich auch interessieren.

Wo liegt denn nun die Herausforderung?

Egal hinter welcher Bar man steht – man steht! Das sogar ziemlich lange, mit wenigen Pausen und oft Tage lang hintereinander. Wenn man gerade nicht steht, läuft man, oder bückt sich, hebt und dreht sich. In vielen Fällen hat mein Schrittzähler 20.000 Schritte und mehr gemeldet. Die körperliche Herausforderung ist immens und braucht eine Zeit bis sich Körper und Geist angepasst haben.

Multi Tasking ist gefragt. Als Barista musst du ständig 10.000 Dinge gleichzeitig koordinieren und im Auge behalten. Läuft der Kaffee richtig? Wie lange brauchen die Brötchen noch? Was hat die Kollegin gesagt? Wie timest du die nächsten Bestellungen und natürlich, was hat der Gast gerade noch mal erzählt? 

Bei diesen beiden Punkten hilft vor allem eins: Gute Organisation im Arbeitsablauf, oder neudeutsch „ein guter Workflow“.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Soll heißen, um Kaffee zu verkaufen, musst du natürlich auch parat stehen, wenn der Gast gerne einen Kaffee hätte. Wann trinkst du gerne Kaffee? Bei den meisten Menschen ist die Antwort wohl: morgens und in der Mittagspause. Das heißt die Barista Frühschicht beginnt so, dass alles vorbereitet ist, wenn alle anderen aus dem Haus gehen.

Immer schön lächeln. Egal in welchem Stress du dich befindest, der Gast sollte davon nichts mitbekommen. Immerhin bietest du ein Erlebnis an. Du hast die Möglichkeit den Tag des Gastes schöner zu machen, also nutze sie.

Aber da ist noch mehr

Generell hast du in bei der Arbeit als Barista eine Menge Macht, oder Verantwortung. Du bist in einer extrem langen und verworrenen Wertschöpfungskette das letzte Glied. Dafür, dass da geröstete Kerne in deiner Mühle sind, welche du weiterverarbeiten kannst, haben viele Menschen hart gearbeitet. Es ist deine Aufgabe diese Arbeit jetzt in Form zu bringen, sie zu veredeln und sie ihrer Bestimmung zuzuführen – oder halt unachtsam eine Plörre daraus zu machen.

Durch meine Arbeit im Qualitätsmanagement und der Ausbildung sind mir aber zwei Dinge bewusst geworden, die ich wohl wirklich als die größten Herausforderungen ansehe. Alles oben genannte ist lern und handlebar und irgendwann hat man sich daran gewöhnt.

Permanente innere Arbeit brauchen aber:

Ein Barista bei seiner Arbeit. Hier halte ich einen liebevoll produzierten Cappuccino in der Hand. Die Herausforderung sind vielfältig.

Die anhaltende Aufmerksamkeit auf die Details. Denn an einer mittelgroßen Bar macht man gut und gerne 300 und mehr Kaffees am Tag. Gerade in Kombination mit Stress verliert man nach einer Zeit ganz leicht mal den Fokus, dabei kommt es im Kaffee eben oft auf die Details an. Es mag für dich Tasse 500 sein, für deinen Gast ist es aber der eine Kaffee den er, oder sie, sich gönnt.

Du bist mehr als ein Knöpfchendrücker. Wenn du deinen Job beherrscht, dann ist er herausfordernd, um ihn zu machen braucht es einiges an Wissen und Leidenschaft. Außerdem arbeitest du in einem Beruf mit viel Tradition, denn Menschen, die für andere Kaffee machen, gibt es schon wirklich lang. Leider ist die Wertschätzung auf Gastseite nicht immer vorhanden. Im Gegenteil, als Dienstleister wird man oft ziemlich unsanft behandelt. Damit umzugehen ist eine große Herausforderung.

Wenn du Tipps haben möchtest, wie das gehen könnte, schalte gern in diese Folge rein.

Das alles mag für viele jetzt vielleicht erschreckend klingen, aber diese Arbeit kann wundervoll sein! Ein unaufgefordertes „Danke, der war echt gut!“, Gäste die immer wieder kommen, einfach weil sie es genießen, was du tust, das macht den Barista glücklich. 

Zusammengefasst:

Die Arbeit hinter der Bar ist anstrengend und birgt ihre Herausforderungen. Wer aber Lust auf das Thema hat, der kann diese mit der richtigen Organisation und inneren Einstellung bewältigen. Solltest Du Gast sein, dann wirf doch einfach mal ein unaufgefordertes „Danke“ über die Theke und gib ein bisschen Glück gleich wieder zurück.

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