Eine Tasse Espresso auf vor weißem Hintergrund. Das Ambiente beim Kaffeetrinken spielt eine große Rolle für unsere Wahrnehmung

Der tiefgreifende Einfluss einer uns umgebenden Szene

Kennst du das, du lädst dir im Urlaub die Koffer voll mit dem neuen leckeren Zeug, dass du dort entdeckt hast, kommst nach Hause und es schmeckt ganz anders? Das liegt zu einem großen Teil am Ambiente, in dem wir etwas genießen, so ist es auch beim Kaffeetrinken.

Der Einfluss, den das Ambiente, die Farben, die Tassen, der Stuhl, die Musik und all das, auf unsere Wahrnehmung haben, sind riesig! Wie ein Café oder eine Bar eingerichtet, sollte also auch eine ganz bewusste Entscheidung sein.

Kaffee wirkt emotional

Das Kaffee eine riesige emotionale Wirkung hat, dass steht für mich schon recht lange außer Frage. Egal aus welchem Winkel man guckt, da schwingt eine menge Gefühl mit. Sei es die Handlung an sich, die Assoziationen damit oder die Geschichten drum herum, oder oder oder.

Genauso wissen wir beide doch schon lange, dass unsere Stimmung durchaus ein Wörtchen mitredet, wenn es darum geht, was wir gerade genießen können und was nicht. Außerdem waren wir wohl auch beide schon in Lokalitäten, die uns gefallen haben oder die wir ungemütlich fanden.

Wie weitrechend und tiefgreifend die Verbindung zwischen unserer emotionalen Welt, sowie unseren weiteren sensorischen Wahrnehmungen wirklich ist, das war mir lange nicht klar.

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Das Ambiente bestimmt den Genuss

Aufgenommen habe ich diese Folge, aus dem Bedürfnis heraus, einmal über das „in Szenesetzten“ oder die Gestaltung des Ambientes im Kaffeekontext zu sprechen. Oft habe ich nämlich das Gefühl, dass diesem Thema nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird, oder sich der Gestaltende sich seiner „Macht“ nicht ganz bewusst ist.

Ein sehr gemütlich eingerichtetes Café mit Ledersofa. Das Ambiente bestimmt auch darüber, was wir schmecken und ist dadurch wichtig für den Genuss.

Als ich zwischen meinen Synapsen nach einem passenden Beispiel gekramt habe, kam doch glatt ein wirklich beeindruckendes mentales Bild wieder ans Tageslicht.

Auf einer meiner Kaffeeerkundungstouren durch Europa, saß ich einmal in Begleitung in einem wunderbaren Café. Eingerichtet mit gemütlichen Sofas und Sesseln, viel Holz, alles eher im Vintage Stil. Im Hintergrund lief entspannte Musik, generell war die gesamte Atmosphäre harmonisch. 

Der servierte Kaffee war ok. Also nichts weltbewegend hochklassiges, aber eben super solide. Rückblickend betrachtet irgendwie auch ins Konzept passend.

Aber warum ist mir dann dieser Ort so sehr im Gedächtnis geblieben? Ganz einfach, weil alles gestimmt hat. Jedes Detail, angefangen von den Farben, über die Lautstärke, die Möbel, die Düfte, selbst der unaufgeregte Kaffee, alles hat sich in ein harmonisches, entschleunigendes Bild eingefügt.

Geschmacksache

Natürlich ist es Geschmackssache, welchen Stil, ich in meinem Café schaffe, oder welches Ambiente ich als Gast bevorzuge. Es gibt ja auch – gerade in der Spezialitäten Kaffeeszene – ganz viele Cafés, die super minimalistisch Arbeiten. Helle Räume, neo-industirelle Möbel (sagt man das so?), wenig Ablenkung. Hier geht steht der Kaffee im Mittelpunkt. Oder aber das rosa Röschen Café „umme Ecke“, in dem Großmutterschick und lecker Torten mit den modernen Elementen gemischt werden.

Die Spielarten sind vielfältig. Mir ist bei so einer Betrachtung nur wichtig, dass einem Bewusst ist, welche Stimmung man erzeugt und das, diese dann auch im Konzept stimmig ist.

Es ist nämlich durchaus eine strategische Entscheidung!

Damit meine ich nicht, dass beispielsweise Menschen auf gemütlichen Möbeln eher länger verweilen als auf unbequemen Bänken, was natürlich auch einen anderen Tischgastdurchlauf zur Folge hat.

Eine Tasse Kaffee wird auf einem Holztisch eingeschränkt. Warme Materialien sind ein Weg für angenehmes Ambiente zu sorgen.

Nein, für mich geht das viel tiefer. Denn gerade in der Gastronomie bietet man doch ein Gasterlebnis an, welches sich der Gast nicht zuhause schaffen kann. Dazu gehört auch das Ambiente.

Das hier auch die Tassen, Farben und die Musik reinspielen, ist irgendwie klar. Am Tag nachdem ich diese Folge hier aufgezeichnet hatte, habe ich aber auch am Sensory Summit der SCA teilgenommen und durfte den Ausfühurungen von verschiedenen Doktor*innen lauschen und experiemente mitmachen.

Ich sage dir, das Thema Ambiente hat nicht nur leichten einfluss auf unseren Genuss, es bestimmt, was wir wahrnehmen! In Tiefe kann ich dir das hier nicht wiedergeben, dafür reicht der Platz nicht, aber dazu wird definitiv noch mehr Information kommen.

Das Thema ist unglaublich interessant und vor allem, können wir uns damit auch zuhause etwas Gutes tun.

Ein kleines Experiment habe ich dir in der Folge mitgegeben. Probier das doch gleich morgen mal aus. Es ist super spannend.

Als kleine weitere Inspiration habe ich dir ab heute auch eine kleine Kaffee Playlist auf Spotify zugänglich gemacht. Den Link dazu findest du unten.

Zusammengefasst

Wie man sich Bettet so liegt man, gilt tatsächlich auch beim Genießen. Alles was um einen herum passiert, welche Materialen wir berühren, all das bestimmt unsere Wahrnehmung. Um so wichtiger finde ich es, dass man bei etwas so genießenswertem, wie einer guten Tasse Kaffee, für sich oder seine Gäste ein Ambiente schafft, dass passt. Wie das dann im Einzenlen aussieht ist natürlich sehr individuell.

Ich möchte dich nur wie jedes Mal ermutigen, probiere es aus, öffne die Augen und alle Sinne und entdecke.

Das hier ist der letzte Beitrag in der Startphase, ab nächster Woche wird es dann immer mittwochs einen Beitrag hier geben. Auf den Sozialen Medien bleibt es aber beim Montag, Mittwoch, Freitag Rhythmus. Solltest du mir da also noch nicht folgen, dann mach das doch einfach noch fix. Dann verpasst du auch nix.

Die einfach mal Kaffee Musik Playlist findest du auf Spotify

einfach mal Kaffee Musik Cover. Eine Playlist für das richitige Ambiente beim Kaffeetrinken

Für mehr Informationen schau doch auch gern hier vorbei:

Clubhouse: @einfachmalkaffe (ja, mit einem „e“)

Den Podcast findest du auch hier:

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Titelbild: Photo by Nathan Dumlao on Unsplash

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